Heinz-Werner Schwarz und Anna Zangerle sind das neue Königspaar
Am Sonntag, den 20. September 2026, fand das traditionelle Königsschießen des Schützenvereins „Gut Schuß“ Hangard statt. Bei bester Stimmung trafen sich zahlreiche Schützenbrüder und Schützenschwestern im Schützenhaus, um die neuen Majestäten zu ermitteln.
In einem bis zum Schluss spannenden Wettkampf bewiesen die Aktiven ein sicheres Auge. Am Ende setzten sich Heinz-Werner Schwarz als Schützenkönig und Anna Zangerle als Schützenkönigin durch, indem sie jeweils den Adler mit dem entscheidenden Treffer von der Stange holten. Bereits vor dem finalen Königsschuss wurden die weiteren Würdenträger des Hofstaates ermittelt. Als Ritter stehen dem Schützenkönig künftig Fred Holzer und Artur Weinoch zur Seite. Die neue Schützenkönigin wird von den Hofdamen Angelika Müller und Ilona Schwarz durch das kommende Regentenjahr begleitet. Nach der feierlichen Proklamation der neuen Majestäten und des Hofstaates ließen die Mitglieder das Königsschießen in geselliger Runde gemütlich ausklingen.
Am 15. September 2026 fand um 18 Uhr der zweite Workshop in Hangard statt zu den Themen Hochwasser und Starkregen. Zahlreiche Interessierte waren gekommen.
Fachleute der beauftragten Gutachterfirma und Vertreter der Stadt berichteten über die bisherigen Ergebnisse der Befragungen und Analysen. Hieraus wurden Handlungsempfehlungen für die Kommune erarbeitet. In Hangard besteht eine hohe Hochwassergefährdung sowie lokal ein hohes Starkregengefährdungspotential. Die Stadt hat bereits Maßnahmen ergriffen und ein neues Fahrzeug zur Sinkkästen-Reinigung gekauft und personell besetzt, so dass die Sinkkästen kontinuierlich freigehalten werden. Beschlossen und geplant ist eine verbesserte Überwachung und Übermittlung der Wasserstände an der Oster.
Weitere zu prüfende Maßnahmen sind eine Wasserrückhaltung im Bereich Hanauer Mühle, eine Förderung der Wasserrückhaltung in Wald und auf den Feldern sowie eine Optimierung des Wasserdurchflusses an der Osterbrücke.
Die Bürger konnten bei dem Workshop weitere Fragen und Anliegen vorbringen. Die Kreisstadt Neunkirchen arbeitet derzeit an der Fertigstellung des Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzeptes. Der Entwurf befindet sich in der Endphase. Im September lädt die Kreisstadt die Bürgerinnen und Bürger zu einer zweiten Runde von Bürgerworkshops in den einzelnen Stadtteilen ein.
In loser Folge präsentieren wir an dieser Stelle in einer Serie die Lieblingsplätze Hangarder Bürgerinnen und Bürger.
Beitrag 8: Pia Meyer
Sie ist eine waschechte Hangarderin. In der Rohnstraße geboren. „Damals waren Hausgeburten bei uns in Hangard die Regel“, erzählt Pia Meyer, geborene Hennes. „Inzwischen bin ich Vollzeit-Oma“, sagt sie lachend. Zwei Kinder und fünf Enkel, da ist immer was los. Die gelernte Krankenschwester, die lange in Sulzbach in der Augenklinik arbeitete, kümmert sich als agile Rentnerin nicht nur um die Familie. Pia ist auch im Heimat- und Kulturverein aktiv und als Beisitzerin gehört sie im dritten Jahr dem Vorstand an. „Die Dorfgemeinschaft zu pflegen ist mir ein Anliegen, vorbereiten, helfen, zusammen mit Heike Wagner die Kaffeenachmittage organisieren. Und donnerstags die Treffen am „Budche“ (der Heimatstube) – das ist mein Highlight der Woche.“ Weitere Hobbys sind Wandern, auch mit dem Kneippverein Neunkirchen (da sitzt sie auch im Vorstand), und Pilze sammeln. „Mein Vater war Bergmann und Jäger in Hangard, schon als Kind war ich ständig mit ihm in den Wäldern unterwegs. Er war der Jäger und ich der Sammler.“ Immer brachte Pia was nach Hause mit, Steine, Holzstücke, Früchte wie Hagebutten oder Brombeeren. Und Pilze. „Meine liebste Jahreszeit ist der Herbst, dann gehe ich auf die Suche nach Schwammpilzen.“ Doch in diesem Jahr ist es dazu leider zu trocken. Für ein Foto im Wald am Lichtenkopf posiert sie aber gerne mit ihrem Körbchen. Dort oben, an der Schutzhütte in 409 Metern, ist ihr Lieblingsplatz. Da genießt sie die herrliche Aussicht, das Panorama von der Göttelborner Höhe über den Schaumberg bis zum Erbeskopf und dem Weiselberg. Und im Tal vor ihr liegt ihr Dorf – Hangard.
Beitrag 7: Jörg Wagner
Gute Organisation ist alles. Besonders in einem engagierten Verein, der etliche Veranstaltungen auf die Beine stellt. So wie der Heimat- und Kulturverein Hangard (HuK). Der hat deshalb im Vorstand auch einen Organisationsleiter – und weil dieses Amt so wichtig ist, auch einen Stellvertreter. Im HuK-Hangard sind das Jörg Wagner und Marc Deutsch. Orga-Leiter Jörg ist seit 2024 mit dabei. „Ich bin in den Verein eingetreten und direkt zum Orga-Leiter gewählt worden“, sagt er. Weil der Mann aus dem Süßbachweg dafür bekannt ist, dass er anpacken kann. Vom Hangarder Brunnenfest bis zum Weihnachtsmarkt ist er beim Organisieren mit dabei: Wie viele Leute benötigen wir, wer kann was übernehmen? Was wird an Material gebraucht, was muss besorgt und eingekauft werden? So wie bei den regelmäßigen Treffen donnerstags in der Heimatstube, wo Jörg auch als Grillmeister fungiert. Oder wie jüngst bei „Una Notte Italiana“, dem italienischen Abend des HuK auf dem Sportplatz, der sehr gut besucht war. Apropos Sportplatz. Das ist der Lieblingsplatz von Jörg Wagner. Der hat früher selbst Fußball gespielt, zuerst aktiv beim FC Landsweiler-Reden und dann in der AH der SVGG Hangard. Meistens als Libero – oder dort, wo Not am Mann war. Bei den Heimspielen der Fußballer, die jetzt leider ihre beiden aktiven Mannschaften abmelden mussten, war er stets auf der Tribüne dabei. „Wir waren immer so 15 bis 20 Leute auf der Tribüne.“ Die sind jetzt gespannt, wie es mit der SVGG weitergeht…
Beitrag 6: Peter Müller
Er ist in Wiebelskirchen aufgewachsen, hat im Neunkircher Eisenwerk Dreher gelernt. Seit 1991 wohnt er zusammen mit seiner Frau Margret im Hofplatz in Hangard: Peter Müller. „Ein echter Hüttestrolle“, sagte er und lacht. Als es mit der Hütte vorbei war, wechselte er zu Krummenauer, dann zu Bosch. „Ich bin ein Wiebelskircher Bub und hann ein Hangarder Mäde geheiratet. Irgendwann hat das Mäde gesagt, es will wieder heim und so haben wir in Hangard ein Haus gebaut.“
Seit gut zehn Jahren gehört er dem Heimat- und Kulturverein an, arbeitet als Stellvertretender Schatzmeister im Vorstand mit. „Es ist mir ein Anliegen, das kulturelle Leben im Dorf zu fördern“, sagt Peter Müller. So habe er mitgeholfen, den Weihnachtsmarkt wieder zu veranstalten und das Brunnenfest ins Leben zu rufen. Auch in der SPD Hangard ist er eine feste Größe – und das seit rund drei Jahrzehnten.
Sein Lieblingsplatz sind die beiden Sinnenbänke am Brunnenpfad hoch oben am Waldrand Richtung Frankenholz und Münchwies. „Hier genieße ich die prächtige Aussicht auf unser Dorf und die Umgebung, kann die Seele baumeln lassen und mich entspannen“, erklärt er. Das stille Plätzchen mitten in der Natur wecke bei ihm auch Erinnerungen an früher. Im Hier und Jetzt kümmert er sich zusammen mit seiner Frau um die vier Enkel und geht gerne auf Reisen, insbesondere ans Mittelmeer. Was steht als nächstes an? „Eine Kreuzfahrt von Rom nach Gibraltar“, sagt Peter und seine Augen leuchten vor Vorfreude.
Beitrag 5: Heike Wagner
Sie engagiert sich seit rund drei Jahren beim Heimat- und Kulturverein, gehört als Beisitzerin auch dem Vorstand an: Heike Wagner. Die regelmäßigen Treffen in der Heimatstube, der „Eisbude“ an der Oster, machen ihr viel Spaß. „Ich bin jeden Donnerstag dabei und helfe gerne mit, die Treffen zu organisieren“, erzählt Heike. „Es gibt immer was zu essen, jetzt im Frühling und Sommer besorgen wir öfters Lyoner oder Würstchen zum Grillen.“ Auch bei den Kaffeenachmittagen kümmert sie sich zusammen mit Pia Meyer um die Organisation und die Betreuung der Gäste. „Alle vier Wochen, am 1. Donnerstag im Monat, ab 15 Uhr, gibt es Kaffee und Kuchen. Da sind hier alle Plätze belegt.“ Neben Damen aus Hangard seien auch zwei Männer regelmäßig zu Gast, zwei aus Frankenholz und einer aus Jägersburg. „Denen schmeckt unser Kuchen so gut.“
Der Lieblingsplatz von Heike Wagner ist der Hangarder Treff- und Infopunkt auf dem Pirmin-Raber-Platz. Dorthin kommt sie zweimal in der Woche mit Enkelchen Frieda, die liebt den Spielplatz. Und Heike nimmt auf einer der Bänke Platz, wo sie natürlich auch andere Omas oder Mütter trifft – getreu dem Hangarder Motto „Hinhugge un Sprooche“. So ist die Huk-Beisitzerin stets bestens informiert. Die nächste Veranstaltung ist dort übrigens am 13. Juni das Brunnenfest. Um 15 Uhr geht‘s los – Heike ist mit drei weiteren Frauen am Rundstand dabei und wird Bier zapfen und die hoffentlich zahlreichen Gäste bedienen.
Beitrag 4: Michael Bollen
Diesmal waren wir mit Michael Bollen unterwegs, der als Beisitzer dem Vorstand des Heimat- und Kulturvereins (HuK) angehört. Familie Bollen wohnt seit 23 Jahren in Hangard im Süßbachweg. „Von Anfang war ich bei jedem Spaziergang über den Berg begeistert von dem schönen Blick auf das malerische Hangard und Umgebung.“ Die genießt er vom „Rohn-Aussichtspunkt“ am Schauinsland-Wanderweg. Dort, auf der Bank in der Wiese, hat bei unserem Fototermin bereits ein Spaziergänger Platz genommen, Peter Seiler aus Ottweiler. Dann kommen auch noch zwei Reiterinnen mit ihren Pferden vorbei – und schon gibt’s ein Gruppenbild mit Menschen und Tieren. Michael Bollen engagiert sich seit 20 Jahren in der Projektgruppe Dorfentwicklung, beim Aufbau der Premium-Wanderwege und zahlreichen Projekten im Ort. „Hier hat sich eine gute Zusammenarbeit mit Helmut Evert und dem HuK entwickelt“, erzählt er, beispielsweise bei der Gestaltung der Homepage „hangard.de“, der Weihnachtsbeleuchtung, der Weihnachtskrippe und vielen anderen Maßnahmen im Ort. Dieses gute Miteinander im Sinne des Dorfes hat dazu geführt, dass Michael Bollen gerne dem HuK Hangard beigetreten ist. Die Themen Ortsbild und Dorfleben, Öffentlichkeitsarbeit und Ortsgeschichte liegen ihm hier besonders am Herzen. „Ich bin froh, dass ich mich hier zusammen mit dem engagierten Vorstandsteam des HuK einbringen kann.“
Beitrag 3: Karin Weidner
Diesmal stellt uns die 1. Schriftführerin des Heimat- und Kulturvereins, Karin Weidner, ihr Plätzchen vor. Es ist die Aussichtsplattform „Unter den Linden“ in der Lindenstraße, ausgestattet mit zwei massiven Holzbänken. Schräg gegenüber, in der Lindenstraße 9, wohnt Karin Weidner. Sie gehört seit rund 30 Jahren dem Heimat- und Kulturverein an. Und ist nach wie vor ein Aktivposten. „Die Geschichte unseres schönen Dorfes interessiert mich sehr“, sagt sie. Zusammen mit dem früheren Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins, Rudolf Bechtel, und Vorstandskollege Harald Martin hat Karin Weidner das Buch „Hangarder Geschichte(n)“ zusammengestellt. Ein Herzensprojekt und zugleich ein Kraftakt, wie sie sich erinnert, „wir mussten jede Menge Material zusammentragen und alles digitalisieren.“ Auch im Ausschuss für die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Enchenberg wirkt Karin Weidner mit. Ganz wichtig ist für sie auch die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen in Hangard. „Wir unterstützen verschiedenen Initiativen, organisieren Veranstaltungen sowie Feste und alles, was wir einnehmen, geht ans Dorf zurück.“
Beitrag 2: Markus Lerner
Diesmal stellt uns der 2. Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Markus Lerner, seinen Lieblingsplatz vor. Es ist der Enchenberger Platz in der Wiebelskircher Straße. „Für mich ist das eindeutig einer der schönsten Plätze in meinem Heimatort Hangard“, sagt Markus Lerner. „Er hat auch einen starken symbolischen Wert, er macht auf die langjährige Verbundenheit mit unserer französischen Partnergemeinde Enchenberg aufmerksam.“ Er selbst sei auch im Partnerschaftsausschuss mit engagiert. Überhaupt: Wenn jemand für großes Engagement in Hangard steht, dann auf jeden Fall auch der 56-Jährige aus der Rohnstraße. Zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern hat er für einen großen Aufschwung im Heimat- und Kulturverein gesorgt. „Von 2022 bis heute ist unsere Mitgliederzahl von 41 auf 106 gestiegen.“ Ein Riesenerfolg. Auch als Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion und im Vorstand der SPD Neunkirchen und der SPD Hangard setzt er sich für die Belange „des schönsten Dorfes der Welt“ ein. Ebenso begleitet er verschiedene Posten in seinem Lieblingssport Kegeln.
Beitrag 1: Helmut Evert
Fotograf: Thomas Reinhardt
Neues Jahr, neue Serie: In loser Folge präsentieren wir an dieser Stelle die Lieblingsplätze Hangarder Bürgerinnen und Bürger.
Wir starten mit dem Vorstand des Heimat- und Kulturvereins. Zum Auftakt stellt uns der 1. Vorsitzende, Helmut Evert, seinen Lieblingsplatz vor. Es ist die Heimatstube, auch Eisbude genannt, in der Straße An der Oster, direkt an der Brücke.
Hier wurde durch die Initiative des Heimat- und Kulturvereins ein Treffpunkt und kleiner Veranstaltungsort geschaffen, der rege genutzt wird. Jeden Donnerstag findet dort ab 18 Uhr ein Dorftreffen für alle Interessierte statt, außerdem Kaffeenachmittage, Doppelkopfabende und Vereinsaktivitäten. „Nach dem Umbau und mehreren Renovierungen ist hier ein wichtiger Treffpunkt entstanden“, erklärt Helmut Evert.
In der Heimatstube könne man im kleinen Kreis „offene und persönliche Gespräche führen“, das sei heutzutage selten geworden. Am Kopfende des langen Tisches, mit dem Rücken zur Wand mit den historischen Fotos, sitzt Helmut Evert am liebsten.
Hier hat er alles im Blick und kann mit seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen in Ruhe beraten und neue Ideen für Hangard entwickeln.
Ortsvorsteher Tobias Wolfanger wird alle aktuellen Informationen zum Stand Solarpark und die Rückmeldungen zu den von den Bürgern gestellten Anfragen auf dieser Homepage zur Verfügung stellen. – Wir halten Euch auf dem Laufenden!
Hangard sieht geplanten Solarpark kritisch
Text und Foto: Heinz Bier, Saarbrücker Zeitung vom 14.9.2026
In Hangard soll Neunkirchens bislang größter Solarpark entstehen. Doch Bürger sehen die Fläche als Ackerland und Naherholungsgebiet. Bei der Versammlung wurde es teilweise hitzig.
Das Interesse an der Bürgerversammlung zum geplanten Solarpark in Hangard war groß.Foto: Heinz Bier
Von Heinz Bier
Hangard Am Ortsrand von Hangard im Bereich der Rohn soll die bislang größte Freiflächen-Photovoltaikanlage im Stadtgebiet von Neunkirchen entstehen. Hierüber waren sowohl der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies als auch der Neunkircher Stadtrat in ihren jüngsten Sitzungen informiert worden (wir berichten).
Am Donnerstag wurde das Projekt mit allen rechtlichen, technischen und ökologischen Details in einer Bürgerversammlung in der Ostertalhalle der Hangarder Bevölkerung vorgestellt, wie es in der Ortsratssitzung im August vereinbart worden war. Das Interesse war größer als offenbar erwartet und deshalb musste die Veranstaltung kurzerhand in einen Raum der Halle verlegt werden, in dem mehr Zuhörer Platz fanden.
Die hatten dort die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder Bedenken sowie Kritik vorzubringen. Und davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.
Zunächst stellte Geschäftsführer Julian Klein vom möglichen Anlagenbetreiber Trianel mit Sitz in Aachen in einer längeren Präsentation das Unternehmen und das geplante Projekt vor, nannte die wesentlichen Gründe für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Motive für die Auswahl der Fläche in Hangard. Dort werde „ein Kompromiss geschaffen zwischen Energieversorgungssicherheit und Landschaftsbild“, betonte Klein und ergänzte: „Jeder vorhandene Weg wird weiterhin begehbar sein.“ Der Solarpark sei von der Wohnbebauung her nicht einsehbar. Zudem werde die Anlage nach den Vorgaben der Unteren Bauaufsichtsbehörde (UBA) begrünt.
Ein Kriterium für die Auswahl der Fläche in Hangard sei, dass für derartige Anlagen nur sogenannte „landwirtschaftlich benachteiligte Flächen“ infrage kommen, die vom Gesetzgeber auch befürwortet würden, erklärte Klein. Diese Klassifizierung für die vorgesehene Fläche brachte den Hangarder Naturschutzbeauftragten Armin Jäckle auf die Palme. „Ich kann es nicht mehr hören“, schimpfte er. Denn in Wirklichkeit sei dort „bestes Ackerland vorhanden“. Und von einer „benachteiligten Fläche“ zu reden, sei „totaler Blödsinn“.
Der Hangarder Journalist und Fotograf Thomas Reinhardt verwies auf eine reichhaltige Fauna und Flora in diesem Bereich, die er auch schon mehrfach dokumentiert habe. Auch viele Wanderer und Spaziergänger seien dort immer unterwegs. Und deshalb sei das mit Sicherheit mehr als ein benachteiligtes Gebiet. Er sei durchaus für erneuerbare Energien, gab Reinhardt zu verstehen, aber es stelle sich die Frage, ob eine Anlage in dieser Größenordnung notwendig sei.
Auch nach Ansicht von Rüdiger Fries ist die vorgesehene Fläche „eher ein Naherholungsgebiet und deshalb für uns Hangarder enorm wichtig“. Er vermutete gar „ein abgekartetes Spiel“ zwischen der Stadt und dem Unternehmen, denn wenn die Stadt alle Dächer öffentlicher Gebäude für die Solarenergie nutzen würde, wären die hierfür geforderten zwei Prozent des Stadtgebietes erreicht.
Dieser Darstellung widersprachen sowohl Ortsvorsteher Tobias Wolfanger, der die Veranstaltung moderierte, als auch Laetitia Bieringer von der Stadtplanung, weil es sich ausschließlich um private Grundstücke handele.
Regina Steffen bedauerte, dass „diese schöne offene Fläche“ nach dem Bau des Solarparks für Tiere womöglich nicht mehr erreichbar wäre. Diese Befürchtung treffe nicht zu, betonte Unternehmensvertreter Marc Dory mit einem Hinweis auf die Bodenfreiheit der Umzäunung.
Nach Meinung von Michael Bollen, dem Sprecher der Hangarder Dorfentwicklungsgruppe, sollte die dort bereits vorhandene PV-Anlage auf dem Gebiet der Stadt Ottweiler nicht als Vorbild gelten. Denn beim Bau einer neuen Anlage sollte „die schöne Aussicht dort erhalten bleiben“.
Karl Jung hinterfragte die spätere Verwendung der Gewerbesteuer. Die würde zu 90 Prozent bei der Stadt Neunkirchen verbleiben, antwortete Klein. Und zudem könne die Stadt jährlich etwa 60.000 Euro aus der Vermarktung einnehmen, fügte er hinzu. Der Geschäftsführer stellte ebenso klar, dass es sich zurzeit lediglich um „eine Sachstandsinformation“ handele, dass das Bauleitverfahren noch nicht begonnen habe und immer wieder Gründe auftauchen könnten, die möglicherweise zu einem Stopp des Projektes führen.
Ortsvorsteher Wolfanger erklärte den Zuhörern abschließend noch einmal das gesamte Baurechtsverfahren und wies darauf hin, dass letztlich der Stadtrat über die Einleitung des Verfahrens entscheide, „wobei die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen“.(mar/ole)
Große Solarfläche auf dem Rohn ist Thema im Ortsrat
Text und Foto: Heinz Bier, Saarbrücker Zeitung vom 20.8.2026
Der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies tagte am Dienstag erstmals im neuen Dorfgemeinschaftsraum der Hangarder Ostertalhalle.
In der Ortsrandlage von Hangard , im Bereich Leimersbrunnen, soll auf einem Areal von 25 Hektar eine Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen. Hierüber wurde der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies am Dienstag in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause informiert.
Als Betreiber steht ein kommunales Unternehmen der Energieversorgung in den Startlöchern, dem 53 deutsche Stadtwerke als Gesellschafter angehören. Die Stadt Neunkirchen begrüßt das Projekt, denn als bedeutender Industriestandort weise Neunkirchen einen vergleichsweise hohen Energiebedarf auf, heißt es in der Sitzungsvorlage des Amtes für Stadtplanung, -entwicklung und Liegenschaften. Deshalb stelle der weitere Ausbau der regenerativen Energieerzeugung einen wichtigen Baustein zur Erhöhung der Versorgungssicherheit dar.
Zwei Unternehmensvertreter stellten das Projekt mittels Präsentation in der Sitzung im Dorfgemeinschaftsraum der Ostertalhalle vor, nannten technische Details, erwähnten, dass bereits 30 Grundstückseigentümer ihre Zustimmung gegeben hätten. Sie informierten außerdem, dass eine konventionelle Anlage geplant sei, bei der in Teilbereichen aber auch eine sogenannte Agri-Photovoltaiktechnik möglich sei, bei der die Fläche beispielsweise durch Schafe beweidet werde.
Von der Einleitung eines Bauleitverfahrens bis zur Realisierung des Projektes könnten drei bis vier Jahre vergehen, nannten die Unternehmensvertreter die Zeitschiene. Beide erklärten auch die Motive für die Auswahl dieser Fläche, die aus ihrer Sicht „optimal geeignet“ sei. Die Firmenmitarbeiter gingen auch auf den finanziellen Nutzen der Stadt und der Bürger durch die Anlage ein und machten ebenso klar, dass alle Grundstücke für die Anlage gepachtet werden.
Es gab viele Fragen aus dem Ortsrat, aber auch einige kritische Anmerkungen von mehreren Hangarder Bürgern, denen der Ortsrat zu dem Thema Rederecht erteilt hatte. Insbesondere einige Mitglieder des in der Gegend beheimateten Hangarder Angelsportvereins können sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden. Die geplante Anlage sei „kein wirklicher Gewinn“, befand einer von ihnen, ein anderer Zuhörer, der auch als Jagdpächter in diesem Bereich betroffen ist, war der Ansicht, dass man „den Ort genauer wählen“ sollte, denn es gebe mit Sicherheit Alternativen in diesem Bereich und ein weiterer Zuhörer schlug zunächst eine Ortsbegehung mit allen Beteiligten vor, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.
CDU-Ortsratsmitglied Helmut Evert verwies auf die Verpflichtung der Stadt, zwei Prozent ihrer Fläche für erneuerbare Energien bereitzuhalten und sein SPD-Kollege Patrick Müller machte klar, dass der Strom ja irgendwo herkommen müsse, der beispielsweise für die zahlreichen Elektrofahrzeuge benötigt werde. In einer Abänderung des Beschlussvorschlags hat der Ortsrat die Projektkonzeption zur Kenntnis genommen und als nächsten Verfahrensschritt eine Bürgerversammlung festgelegt.
Die Projektgruppe Dorfentwicklung hat in diesem Jahr einige notwendige Arbeiten durchgeführt, um das Holz diverser Bauten durch einen Neuanstrich zu schützen. Die Farbe und das Material wurden vom Heimat-und Kulturverein und dem Ortsrat zur Verfügung gestellt.
Die Ortseingangsschilder, das Geländer der Terrasse, das Schild am Enchenberg, die Sitzgruppe an der Wiese am Altzberg, die hölzernen Blumenkübel und mehr wurden abgeschliffen und neu gestrichen. Zur besseren Lesbarkeit wurden an den Ortseingangsschildern auch die Tafeln farblich neu gestaltet.
Zur Verbesserung der Sauberkeit und zum Brandschutz wurden 4 Aschenbecher aus Metall angebracht an der Terrasse, dem Sitzplatz vor der Ostertalhalle und dem Brunnenplatz sowie an der Schutzhütte Lichtenkopf. Finanziert wurden die Abwurfbehälter vom HUK Hangard.
Wegen fahrlässigem Abwurf einer glimmenden Kippe wäre es zuvor an der Terrasse Lichtenkopf beinahe zu einem Wiesenbrand gekommen. Deswegen die Bitte an alle Raucher, die neuen Zigarettenabwurfbehälter zu nutzen- zum Brandschutz und für die Sauberkeit der Plätze!.
Die Blumenampeln an der Brücke sowie die Blumenkästen am Enschenbergplatz und der Terrasse haben auch dieses Jahr prächtig geblüht – trotz des Extremsommers – Hier herzlichen Dank an die Familien Katz und Wiedenroth, die sich um das Bewässern kümmern.
Auch dem Betriebshof der Stadt Neunkirchen gehört ein großes Lob: die neu gepflanzten Bäume auf den Inseln wurden regelmäßig und ausgiebig mit Wasser versorgt- nur so konnten sie diesen Sommer überleben! Auch für die Pflegearbeiten der Grünflächen sind wir den städtischen Mitarbeitern dankbar.
Der Heimat- und Kulturverein hatte eingeladen zu einem italienischem Abend und – – – Alles passte!
Tolles Wetter, zahlreiche gutgelaunte Gäste, schönes Ambiente, vorzügliche Verpflegung mit Pizzas, Nudelgerichten und italienischen Würsten, dazu stimmungsvolle italienische Musik von DJ Felix Fischer.
Markus Lerner vom HUK und Domino Malvaso als Organisatoren begrüßten die Gäste. Beide waren überrascht und begeistert darüber, wie gut diese Veranstaltung angenommen wurde – über 200 Gäste waren gekommen. Sie dankten Timo Abriss und allen Helfern, die zum diesem Gelingen beigetragen haben.
Die freundlichen Damen am Getränkestand hatten viel zu tun!Auch am Pizza- und Essensstand gab es großen Andrang!
Angesichts des tollen Erfolges der „Notte italiana“ wird über eine Wiederholung im nächsten Jahr nachgedacht.
Viele Gäste aus Hangard und Umgebung waren dem guten Ruf des Hangarder Dorffestes gefolgt und konnten bei bestem Sommerwetter eine tolle Stimmung und ein breites Angebot an den Ständen genießen.
Der Vorsitzende des Festausschusses Helmut Evert begrüßte bei seiner Eröffnungsansprache mehrere Ehrengäste dem Land, Stadt und Gemeinde, sowie alle Besucher des Dorffestes.
Das Dorffest fand statt am Freitag und Samstag wie gewohnt auf dem Pirmin-Raber-Platz vor der Ostertalhalle. Nach dem ökumenischen Gottesdienst unter Begleitung der Musikfreunde Hangard wurde um 19 Uhr das Fest mit dem offiziellen Fassbieranstich durch Schirmherren Rolf Altpeter eröffnet.
Nach erfolgreichem Faßbieranstich durch Schirmherrn Rolf Altpeter wurde das Dorffest offiziell eröffnetAn allen Ständen herrschte bereits freitags reger Zustrom und die ehrenamtlichen Helfer hatten reichlich zu tun.
Ein breites Angebot an Speisen und Getränken wurde an den Ständen von SVGG, Musikfreunden, Brunnebutzern, Turnverein, LEWA-Team, Enchenberg-Partnerschaftsteam, Claus Burkhard, Timo Lang und Weingut Lemmermeyer-Steinbrecher angeboten. So war für alle von jung bis alt etwas dabei: Zuckerwatte und Popcorn, Eis, Reisbällchen, Pulled Pork-Burger, Schweinekammbraten, Currywurst und Anderes. Zudem natürlich kühle Getränke in allen Variationen.
Gute Stimmung und viel Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen bei angenehmen Temperaturen am Freitag Abend auf dem Hangarder Dorffest
Die Musikfreunde Hangard gaben am Samstag abend ein Konzert und präsentierten wieder gekonnt ihr breites musikalisches Repertoir unter Dirigent Michael Christmann.
Eine rundum gelungene Veranstaltung: Impressionen vom Samstag Abend (Fotos: Thomas Reinhardt)
Angesichts des hohen Temperaturen ging samstags der Betrieb erst gegen Abend los-dann aber richtig! Der Platz füllte sich mit zahlreichen Gästen aus Nah und Fern, so dass abends alle Sitzplätze besetzt und die Stände eng umringt waren. Bis in die frühen Morgenstimmung herrschte eine ausgelassene Stimmung auf dem Platz.
An beiden Abenden spielte die beliebte Live- Band „Take Four“, welche schon in den letzten Jahren die Gäste in Stimmung gebracht hatte. Auch diesmal konnte sie mit bekannten und beliebten Liedern die Gäste bis Mitternacht zum Mittanzen und Mitsingen begeistern.
Die Band „Take four“ sorgte wieder mit ihren beliebten Coversongs für beste PartystimmungDie Hüpfburg wurde von den Kindern gerne zum Austoben angenommen und war dauernd genutzt, so dass sie bis in den Abend hinein offen gehalten wurdeVon Helfern des Turnvereins Hangard wurden Kinderschminken und Glitzertattoos angeboten- besonders die Tattoos waren sehr begehrt
Der Vorsitzende des Festausschusses Helmut Evert freute sich wieder über die gelungene Veranstaltung und lobte die gute Zusammenarbeit der Hangarder Vereine und das große freiwillige Engagement aller beteiligten Helfer bei Vorbereitung, Standbesetzung und Abbau. Auch der Betriebshof der Kreisstadt Neunkirchen und seine Mitarbeiter haben viel Arbeit geleistet. “ Hierfür gebührt allen Helfern ein dickes Dankeschön“.
Rolf Altpeter bedankt sich für die Ehrenmedaille, Foto: Tobias Wolfanger
An den Feierlichkeiten anlässlich des französischen Nationalfeiertages in Enchenberg wurde Rolf Altpeter geehrt. Die Delegation des Partnerschaftsausschusses Hangard- Enchenberg war wie jedes Jahr bei diesem Festakt in Enchenberg vertreten.
Gabriel Müller, Ehrenhauptmann und ehemaliger Leiter der Einsatzeinheit Montbronn-Enchenberg, überreichte Rolf Altpeter die Ehrenmedaille der Feuerwehrgewerkschaft.
Text frei nach Pressebericht in „Republicain Lorrain“ vom 27.7.2026:
Gabriel Müller, Ehrenhauptmann (links), überreichte Rolf Altpeter die Ehrenmedaille der Feuerwehrgewerkschaft. Foto Laurent Bichler
Während seiner Funktion als Ortsvorsteher Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies hatte Rolf Altpeter seine Hingabe in der deutsch-französischen Freundschaft gezeigt und die Partnerschaft zwischen den Feuerwehren Montbronn-Enchenberg und Hangard aufrechterhalten. Es besteht in der Tat während Jahrzehnten eine herzliche und tiefe Freundschaft zwischen den beiden Einheiten.
Im Rahmen der Neuorganisation der Feuerwehrdienste sind die Corps von Enchenberg und Montbronn vereint zum Interventionszentrum Montbronn-Enchenberg und die Feuerwehrleute von Montbronn wurden so in das vorbestehende Freundschaftsnetzwerk aufgenommen.
Die Mannschaft der Feuerwehren Montbronn-Enchenberg mit Ehrengästen
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