Hangard hat neuen Mittelpunkt des Dorflebens

Posted on Juli 11, 2026

Home Beiträge Hangard hat neuen Mittelpunkt des Dorflebens

Exemple

Hangard hat neuen Mittelpunkt des Dorflebens

Die Dorfgemeinschaftsräume in der Hangarder Ostertalhalle wurden eingeweiht.

Text Heinz Bier, Saarbrücker Zeitung vom 11.7.2026, Beitragsfoto: Kreisstadt Neunkirchen

Politiker aus Stadt und Land, aber auch mehrere Hangarder Vereinsvertreter waren zur Übergabe der Dorfgemeinschaftsräume gekommen. Foto Heinz Bier

Für den Oberbürgermeister von Neunkirchen , Jörg Aumann (SPD) ist es „ein echter Mehrwert für die Menschen im Ort“, nach Meinung von Umweltministerin Petra Berg (SPD) ist „eine echte Perspektive für die dörfliche Gemeinschaft“ entstanden. Und der zuständige städtische Dezernent Thomas Hans geht davon aus, dass das Projekt schon bald zu „einem Herzstück des Dorfes“ werden kann.

Es war ein guter Tag für Hangard, als am Mittwoch in einer kleinen Feierstunde die neuen Dorfgemeinschaftsräume in der Ostertalhalle ihrer Bestimmung übergeben wurden.

Eine offizielle Einweihung mit der Bevölkerung werde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, kündigte Doris Kiefer von der Stabsstelle Dorfentwicklung der Stadtverwaltung an.

Nach gut sechs Jahren Planung und Umsetzung der Maßnahme werde „ein wichtiges Infrastrukturprojekt für Hangard erfolgreich abgeschlossen“, hob Oberbürgermeister Jörg Aumann hervor.

Das Projekt zeige, wie aus einer guten Idee, engagierter Zusammenarbeit und einer starken Förderung „ein echter Mehrwert für die Menschen im Ort“ entstehen könne. Nachdem mit dem Einbau eines barrierefreien Aufzuges eine wesentliche Voraussetzung für die Realisierung der Maßnahme geschaffen wurde, seien jetzt auch die Dorfgemeinschaftsräume fertig, die auf 175 Quadratmetern vielfältige Möglichkeiten bieten und aufgrund ihrer Ausstattung den Anforderungen eines modernen Dorfgemeinschaftshauses gerecht würden.

Herr Aumann begrüßte die Gäste aus dem Ministerium, dem Stadt- und Ortsrat und Vereinsvertreter aus Hangard

Aber ein Projekt dieser Größenordnung lasse sich nur gemeinsam verwirklichen, stellte der Oberbürgermeister klar, der deshalb Umweltministerin Petra Berg und Innenminister Reinhold Jost für die Unterstützung seitens der Landesregierung dankte. Die Gesamtmaßnahme mit Kosten von rund 220.000 Euro war durch das Land zu 90 Prozent bezuschusst worden.

Für den Bau des Aufzuges hatten beide Ministerien zusammen 68.000 Euro an Zuwendungen gewährt, für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses kamen nochmals rund 135.000 Euro hinzu, so dass die Stadt nur noch einen Eigenanteil von 15.000 Euro leisten musste.

Aumann dankte allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, „denn solche Vorhaben gelingen nur, wenn viele Menschen mit großem Engagement und guter Zusammenarbeit an einem Strang ziehen“. Petra Berg, die Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, sprach von einem langwierigen Prozess, „aber es ging Hand in Hand“ und nun biete das Projekt „eine echte Perspektive für die dörfliche Gemeinschaft“.

Umweltministerin Petra Berg lobte das Engagement aller Beteiligten und hob die Wichtigkeit persönlicher Begegnungen im Gemeinschaftsleben heraus.

In den neuen Räumen bestehe jetzt die Möglichkeit, das Vereinsleben aktiv zu gestalten, hob die Ministerin hervor, die zusammen mit Isabelle Ginsbach und Sinah Spies von der Agentur ländlicher Raum ihres Ministeriums nach Hangard gekommen war.

Für den städtischen Beigeordneten Thomas Hans waren der Tag und der Anlass etwas Besonderes. Nicht nur, weil das Projekt zu einem guten Abschluss gebracht wurde, sondern auch, „weil die Umsetzung der Dorfgemeinschaftsräume in Hangard das erste Anliegen war, das bei meinem Amtsantritt an mich herangetragen wurde“.

Dorfgemeinschaftsräume hätten das Potenzial, zum Herzstück eines Dorfes zu werden, befand der Dezernent, „denn hier wird gefeiert, diskutiert, gelernt und miteinander gesprochen“. Dort, wo sich einst die Gaststätte zur Ostertalhalle befand und viele Hangarder bei Hallenwirt Karl-Josef („Sepp“) Wagner gerne ihr Feierabendbier tranken, bieten die neuen Räume nach seiner Ansicht vielfältige Möglichkeiten für das Leben im Stadtteil, betonte Hans, zumal der barrierefreie Zugang dafür sorge, dass niemand ausgeschlossen wird.

Der Beigeordnete Herr Thomas Hans und Frau Doris Kiefer von der Stabstelle Stadtteilentwicklung waren von Anfang in das Projekt Dorfgemeinschaftshaus enbezogen.

Der Beigeordnete würdigte das Mitwirken der Hangarder Dorfentwicklungsgruppe, die das Projekt von Anfang an begleitet und mit ihren Ideen bereichert habe. Er lobte das Engagement des früheren Ortsvorstehers Rolf Altpeter und seines Nachfolgers Tobias Wolfanger sowie des gesamten Ortsrats, der das Projekt „unter dem Aspekt, etwas Gutes für Hangard zu tun, stets aktiv begleitet“ habe.

Er verstehe die heutige Einweihung nicht als Abschluss, betonte Thomas Hans, sondern als Beginn. Bei einem Rundgang stellte Frank Weber von der städtischen Hochbauabteilung die neuen Räume vor.

Auch aus Sicht der Hangarder Dorfentwicklungsgruppe wurde „ein tolles Projekt geschaffen, das viele Möglichkeiten für unser Dorf bietet“, wie es ein Vertreter formulierte.

Ende des Pressetextes von Heinz Bier (SZ)

Herr Frank Weber von der Kreisstadt Neunkirchen erklärte im Hauptraum den interessierten Anwesenden die durchgeführten Umbaumaßnahmen in den Dorfgemeinschaftsräumen
Im sanierten Nebenraum, welcher u.a. für Sitzungen und Vorträge genutzt werden kann, wurde auch WLAN und eine Beameranbindung vorbereitet.

Blick in den möblierten Hauptraum und Sitzecke mit Sofa.

Bei der für die Zeit nach den Sommerferien geplanten Einweihung mit der Bevölkerung im Rahmen eines Tages der offenen Tür können die Räumlichkeiten von allen Interessierten besichtigt werden.